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Aufbereitung von Abwassern aus Olivenmühlen

By 15 September 2016case, food, pcf

Die Herstellung von Olivenöl erzeugt zwei Arten von Abwasser:

  • SPÜLWASSER: die Menge unterliegt der Veränderung. Das Wasser kann nach dem Absetzprozeß zur Entfernung von Feststoffen
    rezirkuliert oder sofort abgeleitet werden.
  • Klärschlamm: Vegetationswasser mit zusätzlichem Wasser dessen Menge der Veränderung unterliegt. Bei herkömmlichen Ölmühlen fließt das heiße zusätzliche Wasser zur Zuleitung in die Zentrifuge. Ein Teil des Vegetationswassers verbleibt im Schlamm.

Das erste Wasser enthält nach dem Waschen der Oliven grundsätzlich Schwebstoffe. Das zweite Wasser ist stark verschmutzt und hat damit gravierende Auswirkungen auf die Umwelt.

Durchschnittliche Zusammensetzung von Oliven:

  • Wasser = 50 %
  • Öl = 22 %
  • Zucker = 19,1 %
  • Zellulose = 5,8 %
  • Proteine = 1,6 %
  • Asche = 1,5 %

Durchschnittliche Eigenschaften des resultierenden Schlamms (aus herkömmlichen Olivenmühlen-Pressen):

  • Feuchtigkeit = 25 %
  • Fette = 6,0 %

Arten von Olivenmühlen

Art % durchschnittlich resultierender Schlamm Faktor
Herkömmliche Pressen 15 – 20% 0.18
Durchgängig – drei Phasen 40 – 70% 0.55

geschätzte, aufzubereitende Schlammmenge
C= Ölkonsum pro Jahr
D = Dauer der Aktion in Tagen (einschließlich Sonn- und Feiertage)
f = Faktor

A = Tagesmenge an aufzubreitendem Schlamm
Formel: A = (C x f) / D *

Das Verfahren
Das Vegetationswasser wird in einem Tank, in dem das Absetzen stattfindet, gelagert und vom Verdampfer angesaugt, der ein Konzentrat (20 – 25 ) und ein Destillat (75-80) daraus erzeugt. Das Destillat verfügt über Eigenschaften, die seine Wiederverwertung während des Waschvorganges oder, nach Korrektur des pH-Wertes, ein direktes Ableiten ermöglichen.

Das Konzentrat kann mit Kalk neutralisiert und als Dünger genutzt werden oder zwecks weiterer Extraktion von Öl direkt in die Olivenmühle geleitet werden.

Die Lösung
Bei der Verdampfung handelt es sich um eine Wärmebehandlung die mit geringer oder überhaupt keiner Vorbehandlung direkt bei Abwässern angewendet werden kann und aufgrund der unterschiedlichen Volatilität der im Wasser enthaltenen Substanzen die Trennung des Wassers vom Abfall ermöglicht.

Die Verdampfung bietet Vorteile gegenüber den herkömmlichen Abwasseraufbereitungsverfahren wie z.B. Vollautomatisierung, sehr geringer Einsatz von Chemikalien und hohe Schwankungstoleranz in Schadstoffkonzentrationen. Die niedrige Siedetemperatur in einem Vakuum (ca. 35°C) hat einen geringen Energieverbrauch zur Folge. Das Abwasser wird durch das Vakuum über einen Filter in die Siedekammer gesaugt. Die Umwälzpumpe fördert das Wasser durch den primären Wärmetauscher, wo es die zum Sieden erforderliche Wärme erhält. Sobald das Wasser erhitzt ist, fließt es zurück in die Siedekammer, wo es sofort verdampft (Flash Verdampfung). Der Dampf steigt durch den Tropfenabscheider und wird am U-Rohr-Wärmetauscher kondensiert. Danach wird das Destillat in den Lagertank transportiert. Das Konzentrat wird automatisch entsprechend der bei der Inbetriebnahme festgelegten Einstellungen abgeleitet.

Eigenschaften des Vegetationswassers vor der Verdampfung sowie seines Destillates

Parameter UM Vegetationswasser Destillat
pH 4,4 3,3
Dichte g/ml 1,007 1,000
COD mg/l 14.700 1.800
Gesamt Phosphor mg/l 71 < 0,1
Fette mg/l 1290 2
Phenole mg/l 1 0,5
Aldehyde mg/l 24,5 0,1